Sieben Dinge, die Marketing Manager regelmäßig tun sollten

Marketing ist wie ein Marathon, bei dem einem die Zuschauer am Streckenrand jederzeit irgendwelche zusätzlichen Aufgaben stellen können. Nach 5 Kilometern Strecke müssen Sie plötzlich alle Fußball-Weltmeister aufzählen, dann eine Banane auf der Nase balancieren und dabei die englische Nationalhymne singen – und schon haben Sie vergessen, weiter zu laufen. Wir haben Ihnen sieben Tasks aufgelistet, denen Sie sich regelmäßig widmen sollten.

Oft genug besteht das Tagesgeschäft eines Marketing Managers darin, heil von einer Krise zur nächsten zu kommen. Um bei dem ständigen Druck nicht Nerven und Überblick zu verlieren, hilft es, ein paar Dingen regelmäßig hohe Priorität einzuräumen und sie möglichst auch dann zu tun, wenn gerade wieder alles drunter und drüber geht.

Laufende Maßnahmen mit Marketing- Zielen abgleichen

Wer keine Ziele hat, kann auch keine erreichen. Das ist wirklich ein alter Hut. Aber damit Ziele wirklich zu einem zielgerichteten Managment führen, reicht es nicht, sie einmal festzulegen oder höchstens bei der Ausarbeitung eines Marketing-Plans daran zu denken. Erst wenn Sie regelmäßig die laufenden Maßnahmen mit den Zielen abgleichen, werden diese operativ. Außerdem können Sie so schneller auf Veränderungen und kurzfristige Chancen reagieren.

Daten erfassen und strukturiert ablegen

Nicht alle Daten, die Sie für ein Marketing-Audit oder eine fundierte Planung benötigen, werden Sie selbst erfassen. Einiges aber vermutlich schon. Sorgen Sie dafür, dass etwa Informationen zum Rücklauf von Aktionen strukturiert erfasst und abgelegt werden und informieren Sie andere Abteilungen wie das Controlling, wann und in welcher Form Sie Daten benötigen. Tendenziell wird Ihre Entscheidungsgrundlage besser, je enger Sie die Durchführung einer Aktion und die Auswertung aneinander koppeln können.

Feedback Gespräche führen

Bleiben Sie kontinuierlich mit allen Kollegen im Gespräch, die für Ihre Performance von Bedeutung sind. Am besten Sie etablieren regelmäßige Termine, in denen Sie Feedback geben und sich die Rückmeldungen und auch Kritik Ihrer Kollegen anhören. Vergessen Sie auch das nicht, was gut läuft, und bedanken Sie sich für den Einsatz der anderen.

Schiebe-Aufgaben eliminieren

Fast immer gibt es Aufgaben, die über einen längeren Zeitraum aufgeschoben werden. Manches wird nie wirklich akut, müsste aber irgendwann einmal erledigt werden. Manches hat sich mit der Zeit vielleicht doch selbst erledigt. Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit um solche Tasks abzuarbeiten und bewusst zu entscheiden, was tatsächlich nicht getan werden braucht. So schaffen Sie Überblick und wirken Frustration und Burn-Out entgegen

Planen Sie Abstimmungsprozesse gezielt

Typischerweise wird einmal pro Jahr ein Marketing-Plan erstellt. Das passiert aber natürlich nicht in einem einzelnen Moment, sondern erfordert Vorlauf und Abstimmungen mit der Unternehmensplanung. Informieren Sie Kollegen in anderen Abteilungen frühzeitig, welche Entscheidungen für den nächsten Marketing-PLan getroffen werden müssen und was aus Ihrer Sicht die Bedingungen einer guten Entscheidungsfindungen sind. So agieren Sie proaktiv und sind weniger darauf angewiesen, dass Kollegen spontan das zur Hand haben, was Sie brauchen.

Wissen festhalten

Im Alltag fallen ständig Details an, die Entscheidungen und Veränderungen begründen. Vieles davon ist Ihnen vielleicht nicht ganz bewusst, weil es Teil Ihres täglichen Geschäfts ist. Doch was passiert, wenn Sie unerwartet krank werden? Was, wenn sich plötzlich die Option ergibt, auf eine anderen für Sie attraktive Position im Unternehmen zu wechseln? Und vor allem: wissen Sie in einem Jahr selbst noch alle Einzelheiten, oder verbringen Sie dann Zeit damit, dieselben Informationen einzuholen, die Sie eigentlich schon einmal hatten? Halten Sie Wissen gezielt fest, und zwar so, dass auch andere es nachvollziehen können!

Die regelmäßige Aufgabe, an die wir gerade nicht denken

Vielleicht wundern Sie sich gerade beim Lesen, warum die eine Aufgabe, von der Ihnen völlig klar ist, dass sie regelmäßig erledigt werden sollte, hier nicht auftaucht. Dass Sie Ihre Aufgaben besser kennen als wir, ist natürlich keine Überraschung. Gerade diese Aufgabe verdient wahrscheinlich besondere Priorität!

Übrigens: strenggenommen hat England gar keine Nationalhymne. “God save the Queen”, die britische Hymne, gilt für das United Kingdom. Schottland, Wales und Nordirland haben jeweils eine eigene Hymne, nicht aber England. Bei der WM wird für England die britische Hymne gesungen.